Themenblock IV: Szenarien für das Lernen der Zukunft

Fragestellung: Welchen Einfluss hat Lernen 2.0 auf soziale Beziehungen der Zukunft?

Relevante Faktoren:

– Anzahl persönlicher Begegnungen mit anderen Menschen (Peers, Studierende, Schüler und Schülerinnen, Lehrende, Mitarbeitende…

–  Zeitkapazität für Lernen am Computer & Präsenzlernen

–  Soft-Skill-Kompetenzen der Menschen (Kommunikationsfähigkeit, sozialer Umgang…

Faktorentabelle

Szenariotrichter

Extrem positives Szenario: Die beste positive Entwicklung durch Lernen 2.0 wäre, bezogen auf die Quantität und Qualität sozialer Beziehungen, die starke Vermehrung sozialer Beziehungen und die Bereicherung der Beziehungen durch das Lernen mit Social Media etc. Persönliche Begegnungen mit Menschen würden zunehmen, da durch das Lernen 2.0 Zeit gespart wird, die wiederum in soziale Beziehungen investiert werden könnte.  Durch die höhere Anzahl an persönlichen Begegnungen könnten Soft-Skills öfter erprobt und erweitert werden. Durch die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Lernen in der digitalen Welt entstehen neue soziale Beziehungen, die auch im privaten, persönlichen Bereich zu Freundschaften führen. Die verbesserten Soft-Skills führen durch erhöhte soziale Kompetenzen wiederum zu noch mehr persönlichen Begegnungen, die zu beruflichen und privaten Bekannten oder sogar Freunden werden.

Extrem negatives Szenario: Die schlechteste Entwicklung durch das Lernen 2.0 wäre, bezogen auf die Quantität und Qualität sozialer Beziehungen, der vollständige Verlust sozialer Beziehungen. Persönliche Begegnungen mit Menschen würden komplett vernachlässigt werden, da sich Lernende nur noch in der digitalen Welt aufhalten und bestehende Beziehungen in den Hintergrund rücken.  Durch diesen Rückzug verkümmern Soft-Skills, was wiederum die Kontaktaufnahme zu Menschen in der Umgebung erschwert. Zeit wird nur noch vor dem Bildschirm verbracht, Präsenzveranstaltungen würden abgeschafft und die Möglichkeit soziale Kontakte aufzubauen somit minimiert.

Trendszenario: Am realistischsten erscheint die stetige Etablierung des Lernen 2.0 – dennoch werden Präsenzveranstaltungen wohl fortbestehen. Menschen werden ständig die Möglichkeit haben sich über Methoden des Lernen 2.0 fortzubilden – einige werden diese Angebote stärker nutzen als andere. Die Anzahl persönlicher Begegnungen wird sich wohl eher verkleinern, da Uni-/Schul-/Weiterbildungskurse im digitalen Raum stattfinden werden und damit Räume sozialer Treffpunkte wegfallen. Menschen werde einerseits Zeit sparen, da sie Wege zu Uni-/Schule-/Weiterbildungsstätten sparen können, andererseits werden sie durch die unzähligen Möglichkeiten im Netz viel Zeit in Lernen & „Zeit vertrödeln“ investieren. Der Erwerb von Soft-Skills wird leicht zurückgehen, da sie nicht mehr ständig in direkten, persönlichen Begegnungen angewandt werden müssen.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Themenblock IV: Szenarien für das Lernen der Zukunft

  1. Ich denke, dass das Trendszenario in diesem Fall durchaus das realistischste ist. Ich habe in meinem Blog auch gepostet, dass persönliche Bindungen meiner Ansicht nach durch Social Media geschmälert werden. Trozdem glaube ich auch, dass es den Lernenden mehr Flexibilität ermöglicht.

  2. Dein Trendszenario könnte man – mit Bezug auf den Vortrag von Ellen Trude noch weiterdenken, denn virtuelle und reale Beziehungen schließen einander ja nicht aus.
    Ich habe den Eindruck, dass man über die Aktivität in sozialen Netzwerken sehr viel mehr Möglichkeiten und Chancen gewinnt, Menschen – in letzter Konsequenz dann persönlich – kennenzulernen. Beispielsweise bekomme ich Personen, die die gleichen Interessen haben wie ich ja auf dem Tablett serviert: Das betrifft das Berufsleben: Teilnahme an Tagungen, weil ich die Menschen kennengelernt habe, die diese Tagung kennen; Besuch von interessanten Firmen, Praktika in der Ferne, Finden von Interview-Partnern usw. Und das betrifft das Privatleben: Partner für das Volleyballspielen im Freibad zusammentrommeln, Partys und Treffen organisieren usw.
    Ich finde Deinen Trendtrichter richtig gut und wenn man den sogar noch weiter aufmacht, dann kann man noch mehr Potenzial erkennen.

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